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Heimsauna und Stromkosten: Was ein Saunaofen wirklich verbraucht und wie man sparen kann

In Deutschland stehen mittlerweile rund 1,7 Millionen Saunen in privaten Haushalten. Der Trend zur eigenen Wellnessoase im Keller oder Garten ist ungebrochen, denn wer will schon jedes Mal ins Schwimmbad fahren, wenn er sich nach einem langen Tag einfach nur entspannen will. Gleichzeitig schauen immer mehr Leute genauer auf ihre Stromrechnung. Die Frage, die sich viele stellen: Kann ich mir eine Heimsauna überhaupt leisten, ohne dass meine Energiekosten durch die Decke gehen?

Die kurze Antwort: Ja, absolut. Wer sich einen passenden Saunaofen bei Amilano.de aussucht und ein paar grundlegende Dinge beachtet, kann sein privates Saunaerlebnis genießen, ohne am Monatsende eine böse Überraschung auf der Abrechnung zu finden. Aber der Reihe nach.

So viel Strom verbraucht eine Sauna tatsächlich

Wenn man sich im Internet umschaut, findet man die wildesten Zahlen zum Thema Saunastromverbrauch. Manche Seiten rechnen einfach die Kilowattleistung des Ofens mal die Betriebsdauer und kommen auf horrende Summen. Das ist aber Unsinn, weil ein Saunaofen nicht die ganze Zeit auf Volllast läuft.

In der Praxis sieht das so aus: Der Ofen heizt die Kabine erstmal auf. Das dauert je nach Modell und Kabinengröße ungefähr 30 bis 60 Minuten. In dieser Aufheizphase läuft er tatsächlich mit voller Leistung. Sobald die gewünschte Temperatur erreicht ist, regelt das Thermostat herunter und der Ofen springt nur noch an, wenn die Temperatur zu stark abfällt. In dieser Haltephase arbeitet er mit ungefähr 50 Prozent seiner Maximalleistung.

Ein konkretes Beispiel: Eine ganz normale Heimsauna für drei bis vier Personen hat einen Ofen mit 6 bis 8 kW Leistung. Wenn man die Sauna insgesamt zwei Stunden laufen lässt (Aufheizen plus eigentliches Saunieren), kommt man bei einem 6 kW Ofen auf etwa 7 bis 9 kWh tatsächlichen Verbrauch. Bei einem 8 kW Ofen sind es ungefähr 9 bis 13 kWh. Bei einem Strompreis von rund 31 Cent pro Kilowattstunde bedeutet das Kosten von etwa 2 bis 4 Euro pro Saunagang.

Wer also einmal pro Woche sauniert, zahlt im Monat irgendwas zwischen 8 und 16 Euro. Im Jahr sind das grob 100 bis 200 Euro. Das ist weniger als die meisten Leute vermuten und definitiv günstiger als regelmäßige Besuche in einer öffentlichen Therme.

Welcher Saunatyp verbraucht wie viel

Nicht jede Sauna ist gleich, und die Unterschiede im Stromverbrauch sind teilweise erheblich. Wer von vornherein weiß, welcher Typ am besten zu den eigenen Bedürfnissen passt, kann gezielt die sparsamere Variante wählen.

Die klassische finnische Sauna ist der Platzhirsch unter den Heimsaunen. Temperaturen zwischen 80 und 100 Grad, trockene Hitze, der typische Aufguss. Hier braucht man einen Ofen mit ordentlicher Leistung, in der Regel 6 bis 9 kW. Der Verbrauch pro Sitzung liegt bei besagten 7 bis 13 kWh. Das ist der höchste Verbrauch unter allen Saunatypen, aber dafür bekommt man auch das intensivste Erlebnis.

Die Bio Sauna ist eine interessante Zwischenlösung. Sie arbeitet mit einem Kombiofen, der eine Wassertasche hat und dadurch höhere Luftfeuchtigkeit erzeugt. Die Temperaturen liegen niedriger, typischerweise bei 45 bis 60 Grad. Weil der Ofen nicht so stark heizen muss, sinkt der Verbrauch spürbar. Ein 6 kW Kombiofen in einer Bio Sauna kostet pro Stunde Laufzeit ungefähr 1,86 Euro bei aktuellen Strompreisen. Für alle, denen die klassische finnische Hitze zu extrem ist, eine wirklich gute Option.

Dann gibt es noch die Infrarotkabine. Die funktioniert komplett anders als eine herkömmliche Sauna, weil hier nicht die Raumluft erhitzt wird, sondern Infrarotstrahler die Wärme direkt auf den Körper richten. Die Leistung liegt bei gerade mal 1 bis 3 kW. Eine 40 minütige Sitzung kostet damit oft weniger als 50 Cent. Wer vor allem wegen Verspannungen oder Gelenkbeschwerden sauniert und auf den klassischen Aufguss verzichten kann, fährt mit einer Infrarotkabine am günstigsten.

Und dann wäre da noch die Holzofensauna. Die verbraucht logischerweise keinen Strom für den Ofen selbst. Dafür fallen Kosten für Brennholz an und man braucht deutlich mehr Vorlaufzeit. Für eine Gartensauna mit dem gewissen Lagerfeuerfeeling aber unschlagbar.

Warum die Kabine genauso wichtig ist wie der Ofen

Viele Leute fokussieren sich beim Thema Stromkosten ausschließlich auf den Saunaofen. Dabei spielt die Kabine selbst eine mindestens genauso große Rolle. Eine schlecht isolierte Sauna verliert permanent Wärme an die Umgebung und zwingt den Ofen, ständig nachzuheizen. Das treibt den Verbrauch unnötig in die Höhe.

Die Wandstärke ist hier ein entscheidender Faktor. Bei einer Massivholzsauna sollten die Bohlen mindestens 40 bis 55 Millimeter dick sein. Alles darunter gibt zu viel Wärme nach außen ab. Saunen in Elementbauweise haben oft eine zusätzliche Dämmschicht aus Mineralwolle und eine Dampfsperre aus Aluminiumfolie. Dadurch halten sie die Wärme noch besser in der Kabine.

Ein Punkt, den viele unterschätzen: Glasflächen. Eine Sauna mit großer Glastür oder Panoramafenster sieht natürlich schick aus. Aber Glas isoliert deutlich schlechter als Holz. Wer auf Glaselemente nicht verzichten will, sollte darauf achten, dass diese mindestens 8 Millimeter stark sind. Je weniger Glasfläche, desto weniger Wärmeverlust.

Auch der Standort der Sauna macht einen Unterschied. Eine Innensauna im beheizten Keller profitiert von der bereits vorhandenen Raumwärme. Der Ofen muss weniger Arbeit leisten, weil die Umgebungstemperatur höher ist als draußen. Eine Gartensauna hingegen steht im Winter bei Minusgraden und braucht entsprechend mehr Energie zum Aufheizen. Die Wärme, die aus einer Innensauna entweicht, heizt übrigens auch den Rest des Hauses mit. Im Winter kann die Sauna also sogar als eine Art sekundäre Wärmequelle dienen.

Praktische Tipps um den Stromverbrauch zu senken

Es gibt eine ganze Reihe von Dingen, die man im Alltag tun kann, um die Stromkosten der eigenen Sauna niedrig zu halten. Die meisten davon kosten nichts und sind reine Gewohnheitssache.

Der einfachste Trick: Den Ofen nicht zu früh einschalten. Viele Saunagänger starten den Ofen eine Stunde oder mehr bevor sie in die Kabine gehen. In Wirklichkeit brauchen die meisten Heimsaunen nur etwa 30 bis 45 Minuten zum Aufheizen. Wer hier 15 oder 20 Minuten spart, spart auch bares Geld.

Genauso sinnvoll ist es, den Ofen schon vor dem letzten Saunagang abzuschalten. Die Resthitze in den Steinen und der Kabine reicht für die letzten Minuten locker aus. Das spart nochmal Energie, ohne dass man irgendeinen Unterschied beim Saunieren merkt.

Während des Saunierens sollte man die Tür so wenig und so kurz wie möglich öffnen. Jedes Mal, wenn die Tür aufgeht, entweicht ein Schwall heißer Luft und der Ofen muss nachheizen. Klingt banal, macht aber auf Dauer einen spürbaren Unterschied.

Auch die Temperatur selbst ist ein Stellschraum. Die meisten Leute saunieren bei 90 bis 100 Grad, weil das halt so üblich ist. Aber 75 oder 80 Grad reichen für ein intensives Schwitzerlebnis oft völlig aus. Der Unterschied auf der Stromrechnung ist dagegen messbar.

Wenn mehrere Personen im Haushalt saunieren, sollte man nach Möglichkeit zusammen gehen statt nacheinander. Die Sauna einmal aufzuheizen und dann zu dritt oder viert zu nutzen ist deutlich effizienter als sie dreimal hintereinander nur für eine Person laufen zu lassen. Außerdem trägt die Körperwärme mehrerer Personen dazu bei, dass die Innentemperatur stabiler bleibt.

Ein oft übersehener Punkt: die Saunasteine. Viele Anfänger packen die Steine möglichst eng in den Ofen, weil sie denken, mehr Steine bedeutet mehr Wärme. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall. Die Luft muss zwischen den Steinen zirkulieren können, damit die Hitze sich im Ofen entfalten und gleichmäßig in die Kabine strömen kann. Locker geschichtete Steine sorgen für eine bessere Wärmeverteilung und der Ofen arbeitet effizienter. Dazu kommt, dass man die Steine regelmäßig prüfen und zerbrochene Exemplare austauschen sollte. Verschlissene Steine behindern die Luftzirkulation und erhöhen den Energieverbrauch.

Saunaofen richtig dimensionieren

Ein Fehler, den erstaunlich viele Leute machen: Sie kaufen einen Ofen, der nicht zur Kabinengröße passt. Die Konsequenzen sind in beide Richtungen unangenehm.

Ein zu schwacher Ofen für eine zu große Kabine braucht ewig zum Aufheizen. Er läuft die ganze Zeit auf Volllast, verbraucht entsprechend viel Strom und erreicht im schlimmsten Fall die gewünschte Temperatur gar nicht richtig. Die Wärme steigt zwar nach oben, aber auf Sitzhöhe bleibt es zu kühl.

Ein zu starker Ofen für eine kleine Kabine hat das umgekehrte Problem. Er heizt die Luft so schnell auf, dass der Temperaturfühler an der Decke bereits die Zieltemperatur meldet, obwohl es weiter unten in der Kabine noch kühl ist. Der Ofen schaltet ab und das Saunaerlebnis leidet.

Als Faustregel gilt: Ein Kilowatt Ofenleistung pro Kubikmeter Kabinevolumen. Eine kleine Sauna mit 3 bis 4 Kubikmetern kommt mit einem 3,6 bis 5 kW Ofen aus. Eine mittelgroße Sauna für die ganze Familie mit 6 bis 8 Kubikmetern braucht 6 bis 8 kW. Und eine großzügige Gartensauna mit 10 bis 12 Kubikmetern verlangt nach 9 bis 12 kW.

Übrigens: Öfen mit 3,6 kW Leistung laufen mit normaler 230 Volt Haushaltsspannung. Man braucht keinen Elektriker und kann sie einfach an die Steckdose anschließen. Alles darüber ist Starkstrom und muss vom Fachmann installiert werden. Die Plug and Play Variante ist natürlich die bequemste Lösung, reicht aber nur für kleine Kabinen bis etwa 6 Kubikmeter und erreicht maximal 80 Grad.

Den Stromtarif im Blick behalten

Neben allen technischen Optimierungen an Sauna und Nutzungsverhalten gibt es noch einen weiteren Hebel, den viele vergessen: den Stromtarif selbst. Die Preisunterschiede zwischen verschiedenen Energieanbietern sind teilweise erheblich. Wer seit Jahren beim selben Versorger ist und nie verglichen hat, zahlt mit hoher Wahrscheinlichkeit zu viel.

Ein Wechsel des Stromanbieters ist unkompliziert und kostet nichts. Der neue Anbieter kümmert sich in der Regel sogar um die Kündigung beim alten Versorger. Bei einer Sauna, die im Jahr vielleicht 400 bis 600 kWh zusätzlich verbraucht, kann schon ein Preisunterschied von wenigen Cent pro Kilowattstunde einen zweistelligen Betrag im Jahr ausmachen. Zusammen mit einem eventuellen Wechselbonus rechnet sich das schnell.

Wer noch einen Schritt weitergehen will, kann über eine Photovoltaikanlage nachdenken. Die eigene Sauna mit Solarstrom vom Dach zu betreiben ist nicht nur gut für den Geldbeutel, sondern auch fürs Gewissen. Gerade in den sonnenreichen Monaten lässt sich ein Großteil des Saunastroms selbst erzeugen. Im Winter wird es schwieriger, aber selbst dann deckt eine PV Anlage einen Teil des Bedarfs.

Heimsauna vs. öffentliche Sauna: Was ist günstiger

Viele Leute gehen davon aus, dass die öffentliche Sauna oder der Saunaclub günstiger ist als die eigene Sauna zu betreiben. Auf den ersten Blick scheint das logisch, weil sich die Stromkosten auf viele Besucher verteilen. Aber wenn man genauer hinschaut, sieht die Rechnung anders aus.

Ein Einzelbesuch in einer öffentlichen Therme kostet in der Regel zwischen 15 und 30 Euro pro Person. Dazu kommen Anfahrtskosten und der Zeitaufwand. Wer einmal pro Woche mit dem Partner in die Therme geht, ist schnell bei 150 bis 250 Euro im Monat.

Die Heimsauna dagegen kostet nach der Anschaffung nur noch den Strom. Bei einmal wöchentlicher Nutzung sind das wie gesagt 8 bis 16 Euro im Monat. Selbst wenn man Wartungskosten und gelegentliche Reparaturen wie den Austausch von Heizstäben einrechnet, ist die Heimsauna auf lange Sicht deutlich günstiger. Von der Bequemlichkeit ganz zu schweigen: Keine Öffnungszeiten, keine Anfahrt, absolute Privatsphäre.

Die Angst vor explodierenden Stromkosten durch eine Heimsauna ist also weitgehend unbegründet. Wer seinen Ofen passend zur Kabine wählt, auf gute Isolierung achtet und ein paar einfache Nutzungsgewohnheiten beachtet, kann sein privates Wellnessprogramm genießen, ohne ständig nervös auf den Stromzähler zu schielen.